KSVZ-Mitgliederanlass 2025 – ein Anlass zum Mitmachen
Am Montag, 17. November 2025, war es wieder so weit: Präsidentin Tabea Zimmermann Gibson begrüsste die anwesenden Mitglieder des Kantonalen Seniorenverbands Zug (KSVZ) zum diesjährigen Mitgliederanlass im Archesaal des Reformierten Kirchenzentrums in Zug. Hauptthema war die Mitgliederbefragung vom Sommer 2025 und die Frage, wie sich der KSVZ künftig noch gezielter auf die Bedürfnisse seiner Mitglieder und Partnerorganisationen ausrichten kann.
Die Schweiz altert, was Herausforderungen ebenso wie Chancen bedeutet. Um diese demografische Veränderung im Sinne seiner Mitglieder und Partnerorganisationen aktiv zu begleiten, nahm der Vorstand des KSVZ dieses Jahr die Weiterentwicklung des Verbandes entschlossen in Angriff.
Inspiriert von der Befragung der über 55-Jährigen des Kantons Zug im Jahr 2024 als Teil der kantonalen Altersstrategie «Zug 55+», möchte der KSVZ seine Position noch mehr als respektierte Stimme der älteren Bevölkerung im Kanton Zug mit drei Schwerpunktthemen stärken:
- Wohnen im Alter
- Gesundheitsversorgung im Alter
- Alter als Chance
In einer Mitgliederbefragung im Sommer 2025 lud der KSVZ seine Mitglieder ein, die Bedeutung dieser Themen für die ältere Bevölkerung im Kanton sowie konkrete Umsetzungsmassnahmen zu beurteilen und auch eigene Vorschläge einzubringen.
Hohe Zustimmung zu den vorgeschlagenen Schwerpunktthemen
Über die Hälfte aller Mitglieder nahmen an der Befragung teil, wofür sich der KSVZ herzlich bedankt. Davon waren 66% Frauen, 34% Männer. 70% der Antwortenden sind im AHV-Alter. Das heisst: Mehr Frauen und ältere Teilnehmer haben bei der KSVZ-Befragung mitgemacht als bei der Ü55-Befragung des Kantons Zug.


Damit lässt sich erklären, weshalb «Gesundheitsversorgung im Alter» die höchste Priorität erzielte – leicht vor dem Thema «Wohnen im Alter», welches sich in der Ü55-Befragung als DAS zentrale Thema herauskristallisierte. Dritte Priorität schliesslich erhielt das Thema «Alter als Chance».

- Die 56 Teilnehmenden geben dem Thema Gesundheitsversorgung im Alter die höchste Priorität:
- 50 “wichtig”, 6 “eher wichtig”
… gefolgt von Wohnen im Alter: - 47 “wichtig”, 8 “eher wichtig”, 1 “eher unwichtig”
Dritte Priorität erhielt das Thema Alter als Chance: - 26 “wichtig”, 26 “eher wichtig”, 4 “eher unwichtig”
Gleichzeitig wurde dem KSVZ attestiert, dass er sich mit den richtigen Themen befasst, verbunden mit zahlreichen anerkennenden Kommentaren.
Konkrete Vorstellungen zu den Handlungsfeldern des KSVZ
Der zweite Teil des Fragebogens enthielt pro Thema eine Auswahl von 5 möglichen Handlungsfeldern für den KSVZ, mit der Bitte um Bewertung. Daraus ergab sich folgende Priorisierung:
Gesundheitsversorgung im Alter
Der KSVZ soll sich dafür einsetzen, dass
- Der Kanton Zug angesichts finanzieller Überschüsse eine langfristige Finanzierung der integrierten Gesundheitsversorgung und der Betreuung älterer Menschen priorisiert anstelle von Steuersenkungen
- Einheitliche Standards für die Begleitung, Pflege und medizinische Behandlung am Lebensende geschaffen werden. Diese sollen verbindlich sein für alle Leistungserbringer.
- Die Gesundheitsförderung und Prävention im Alter im Kanton Zug gestärkt wird. So werden Spitalaufenthalte oder frühe Einweisungen in Altersinstitutionen reduziert.
Wohnen im Alter
Der KSVZ soll sich dafür einsetzen, dass
- Im Kanton Zug vermehrt altersgerechte und bezahlbare Wohnungen entstehen, insbesondere in Zentrumsnähe und mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr
- Der Kanton Zug rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen schafft, um innovative Wohnmodelle für das Alter (z.B. «Wohnen mit Service», Mehrgenerationenhäuser, Hausgemeinschaften) zu ermöglichen
- Bestehende Wohnungen durch gezielte Förderprogramme barrierefrei umgebaut werden können, damit ältere Menschen möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben können
Alter als Chance
Der KSVZ soll sich dafür einsetzen, dass
- Eine zentrale Informationsplattform geschaffen wird, welche die Angebote für ältere Menschen aufzeigt und zugänglich macht
- In der Arbeitswelt das Bewusstsein für die Fähigkeiten und Potenziale älterer Arbeitnehmender durch geeignete Initiativen gestärkt wird
- Ältere Menschen keinen finanziellen Nachteil erleiden, wenn sie über das AHV-Alter hinaus berufstätig bleiben möchten
Vertiefung in moderierten Gruppendiskussionen am Mitgliederanlass
Der KSVZ nutzte am diesjährigen Mitgliederanlass die Chance zum direkten Austausch mit seinen Mitgliedern. In kleinen Gruppen, moderiert von den Vorstandsmitgliedern Tabea Zimmermann Gibson, Nadja Morach und Volker Dragon, diskutierten die Teilnehmenden die Handlungsfelder des KSVZ. Darin eingebettet die Frage, wie sich der KSVZ noch prägnanter zu einer zentralen Gestaltungskraft der Zuger Alterspolitik in den kommenden Jahren entwickeln kann.
Keine leichte Aufgabe, welche die Teilnehmenden aber mit grossem Engagement anpackten und welche auch noch beim abschliessenden Apéro reichlich Gesprächsstoff bot.


Die Vorschläge für konkrete Massnahmen aus den Diskussionsgruppen





Zu allen drei Schwerpunktthemen wurden interessante, zum Teil auch unkonventionelle Ideen diskutiert. Der Vorstand dankt herzlich für die zahlreichen, wertvollen Impulse und das grosse Engagement der Teilnehmenden und fühlt sich bestärkt in seinem Ansatz. Er wird sich an einer nächsten Vorstandssitzung damit befassen und seine Schlussfolgerungen an der Generalversammlung vom 12. März 2026 präsentieren.
«Wir nehmen dankbar Ihre Ideen auf und werden sie noch weiter sortieren und konkretisieren. Wenn Ihnen nachträglich noch etwas einfällt, melden Sie sich bitte unbedingt bei uns.»
Zitat von Tabea Zimmermann Gibson
Engagement in der Begleitgruppe zur kantonalen Altersstrategie
Der KSVZ begrüsst auch ausdrücklich die Entwicklung der kantonalen Altersstrategie durch den Kanton Zug. Als Mitglied in der Begleitgruppe wird er sich aktiv in den weiteren Prozess einbringen und sich mit grossem Engagement dafür einsetzen, dass die Ziele und Anliegen der kantonalen Altersstrategie wirkungsvoll unterstützt werden. Daneben wird der KSVZ weiterhin seine bisherigen Aufgaben pflegen, wie Stellungnahmen zu Vernehmlassungen oder die Kontaktpflege zu den verschiedenen Akteuren in der Altersarbeit.
Herzlichen Dank allen Mitgliedern für Ihre Teilnahme an der Mitgliederbefragung sowie am Mitgliederanlass!
